Die fetten Jahre sind vorbei

Veröffentlicht auf von Andreas

Jede Woche eine neue Hiobsbotschaft von Deutschlands Hauptindustriezweig, dem Automobilbau. Fast jedes Jahr rief die Gewerkschaft IG Metal zu Streiks auf. Um damit bessere Tarife für Ihre Mitglieder herauszuschlagen. Ohne zu bedenken, das die Autos dadurch immer teurer wurden. Es wurde ignoriert. Man setzte ja eh auf Export.

Durch die amerikanische Bankenkrise,  die dadurch entstandene Rezession und den steigenden Spritkosten ist die schöne Traumwelt geplatzt. 758.000 Jobs sind nun bedroht. Ohne die Zulieferer gerechnet. Vorsorglich kündigten einige Hersteller produktionsstops an. Bei Daimler sollen die Bänder 5 Wochen stillstehen. Natürlich bei vollem Lohnausgleich. Und jetzt schreien die Hersteller nach Vater Staat, der sie unterstützen soll. Natürlich finanziell. Bei den Banken habe er, ja auch Geld gegeben. Und dieser hat auch prompt reagiert, und die Neuordnung der KFZsteuer beschlossen. Die berechnet sich jetzt nicht mehr nach Hubraum, sondern nach Schadstoffausstoß. Dadurch erhofft man, daß Bürger mit alten Autos, sich ein neues Auto zulegen. Eins das Umweltfreundlicher ist und weniger Abgase ausstößt. Das sich ein Großteil der Bevölkerung aber gar kein neues Auto leisten können, weil die Lebenshaltungskosten in den letzten 4 Jahren drastisch gestiegen sind, hat man dabei nicht eingerechnet. Einige Politiker überlegen auch, die Steuern für einen Neuwagen 2 bis 3 Jahre zu erlassen. Das Geld das dem Staat dadurch verloren geht, holt er sich dann von den Bürgern wieder. Denen, die sich kein neues Auto leisten können, und die teuere Schadausstoßsteuer zahlen müssen.
Während deutsche Manager mit "kranken" Herstellern fusionierten und steigenden Aktien träumten, haben
asiatische Hersteller die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt, und Autos mit Hybridtechnologie entwickelt und auf den Markt gebracht. Im Sommer zeigten skrupellose Spekulanten wozu sie an der Börse im Stande sind. Sie spekulierten den Rohölpreis auf knapp 150 US- Dollar je Barrel. Jetzt hat es auch die deutsche Automobilindustrie begriffen.

Fragt sich nur, ob es nicht zu spät war.

Veröffentlicht in Politik und Wirtschaft

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